Konzerte, Bands und Events von Karlsruhe bis Stuttgart und weltweit

Frontbericht

Die Hardcore-Legenden Agnostic Front machten auf ihrer Tour einen Halt in der Stadtmitte in Karlsruhe und erklärten den eigentlichen Ruhetag zum UNruhetag. Die lokalen Supportbands Nothing to Regret und Cold as Ice hatten leider abgesagt und so eröffnete Warstreet als local Heros den Abend. Und schon sie brachten die Anhänger des Extrem-Punk kräftig ins Schwitzen. Wohl noch zusätzlich angespornt, die Show für Agnostic Front eröffnen zu dürfen gaben sie alles und legten den Grundstein für einen lauten und wilden Montagabend.

Call to Preserve, die mit Agnostic Front auf Europatour sind, bewiesen auch wieso. Technisch auf hohem Niveau präsentierten die Jungs aus Florida den Hardcore in ihrem eigenen Stil. und mit den Besucherzahlen stiegen auch Stimmung und Temperaturen im Club.

Froh, wieder auf deutschem Boden mit richtigen Toiletten zu sein betraten dieCrushing Caspars aus Rostock die Bühne. Auch sie liesen kaum Zeit zum Luftholen mit ihrem Baltic Sea Hardcore. Die Moshpit dankte es mit Schweiß und guter Stimmung. Sie machten unter anderem mit „Perfect Rassist Asshole“ deutlich dass die Hardcoreszene keine Nazis haben will. Nicht nur deswegen, sondern auch für die super Musik gibts von mir nen klaren Daumen nach oben.

Etwas moderneren Hardcore gab es dann von This is Hell. Der Saal war inzwischen gut gefüllt und die Temperaturen stiegen. Die Crowd vor der Bühne bangte und pogte sich warm für den Headliner. Auch TiH bewiesen, dass sie zurecht auf dieser Tour dabei sind.

Um kurz nach halb elf war es dann soweit, Agnostic Front kamen und rockten die Stadtmitte in Grund un Boden. Ein hartes Riff jagte das nächste und die geschätzen 200 Hardcore-Jünger kannten kein Halten mehr. Verschnaufpausen gab es keine und das ist wörtlich zu nehmen, da man merkte wie der Sauerstoffgehalt der Raumlufts sank. Trotz allem war es eine geniale Show die ihren Höhepunkt mit „Gotta Go“ erreichte, der Hardcore-Hymne mit der die New Yorker ihren größten Erfolg feierten. Moshpit, Circlepit, Crowdsurfing, alles war erlaubt und manch einer bekam nicht genug davon, von der Bühne zu springen und sich über die Köpfe hinwegtragen zu lassen.

Meine Erkenntnis des Abends ist wohl, dass Hardcore was für „Erfahrenere“ ist. Ich war nicht (wie bei so manch anderem Konzert) einer der ältesten sondern fand mich in der Mitte des Altersdurchschnitts wieder. Und ich muss auch zugeben, dass die Musik mir immer besser gefällt, je mehr ich mich damit beschäftige.

Advertisements

2 Antworten

  1. Pingback: TOP SECRET SHOW preview [mit Update] | Rock-a-live

  2. Pingback: Agnostic Front + Coldside im Kupferdächle | Rock-a-live

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s